Jene, die bei Tag träumen, sind sich vielen Dingen bewusst, die jenen entgehen, die nur bei Nacht träumen. (Edgar Allan Poe)

 

 

 

Klaus Nomi by Man Parrish

Interview par Francois Duboux 12/2003

 

 

François Duboux: Warum wolltet Ihr zusammenarbeiten?

Man Parrish: Klaus wünschte, dass seine Musik wie Synthesizermusik klang (wie Kraftwerk), und ich war von seiner Stimme überrascht. Ich arbeitete mit vielen lokalen Künstlern und beabsichtigte, in Zukunft mit mit Klaus zu arbeiten.

François Duboux:
Wann fing Ihre Zusammenarbeit mit ihm an und wann endete sie?

Man Parrish: Nachdem wir uns trafen, fingen wir direkt an zu arbeiten, und wir stoppten, als er zu krank wurde zu arbeiten.

François Duboux:
Verführte Sie Klaus Nomi?

Man Parrish: Er versuchte es (und ich liebe ihn für's Versuchen), abernur einmal. Klaus war diesbezüglich ein Gentleman,

er sprach das Thema niewieder an. Ich respektiere ihn dafür und das zeigt, welche Art Gentleman er war.

François Duboux: Wie war es mit dem Nomi Mann zu arbeiten?

Man Parrish: Klaus war etwas schüchtern und kämpfte amfangs ein wenig mit dem Englischen. Deshalb war es manchmal etwas frustrierend für ihn sich auszudrücken. Er war ein Perfektionist und gleichzeitig unsicher. Er würde Sie um Ihre Meinung fragen, erst unsicher, aber danach würde er eine Entscheidung treffen, die immer richtig war.

François Duboux: Welche Alben (Lieder) machten Sie mit Klaus?

Man Parrish: Klaus hatte nur 2 Alben, und ich arbeitete an verschiedenen Liedern auf beiden. Einige produzierte und komponierte ich, bei anderen programmierte ich die Synthesizer, usw... Wenn Sie meine Webseite unter www.manparrish.com besuchen und den MP3-Index anklicken, können Sie sich die von mir gemachten Ausschnitte anhören!

François Duboux: Wissen Sie etwas über Klaus' Familie?

Man Parrish: Klaus LIEBTE seine Mutter. Ich denke, dass sie vorbeikam und bei ihm blieb, als er krank wurde. Ich weiß nicht viel über die anderen Leute in seiner Familie. Aber Klaus hatte eine "erweiterte Familie" mit all seinen Freunden um ihn herum in NYC.  JEDER liebte Klaus!!

François Duboux:
Waren Sie ein enger Freund von Klaus als er starb?

Man Parrish: Ich war Klaus sehr nahe. Wir besuchten ihn mehrmals im Krankenhaus. Als Klaus krank wurde, war er einer der ersten Leute die AIDS hatten. Es wurde nicht mal AIDS sondern GRID (Gay Related Immune Deficiency) genannt und die Leute flippten schon aus, sich mit den Erkrankten nur im gleichen Raum zu befinden!! NIEMAND wußte, ob es sich über die Luft, durch Hautkontakt oder Niesen überträgt, etc...
Als wir Klaus besuchten, mussten wir chirurgische Anzüge, Gummihandschuhe, Masken anziehen und unser Haar und die Füße mit Papierschuhen bzw. Hüten bedecken. Ich erinnere mich, dass die Leute mich für verrückt erklärten, ihn im Krankenhaus zu besuchen. Aber die meisten von uns, die ihm nahe standen entschieden sich, dass er uns brauchte. Als Freund war dies der wichtigere Weg als "vielleicht" krank zu werden. Hatte Klaus Angst? Ich denke, dass er viel Angst hatte! Aber er lächelte immer und hatte sich nie beschwert.

François Duboux: Vermißt Sie Klaus?

Man Parrish: Ich möchte so denken...Ich vermisse ihn WIRKLICH. Er war freundlich, rücksichtsvoll und liebte die Leute wirklich. Ich wüsste NIEMANDEN, der Klaus nicht mochte. Er schaute einem immer direkt in die Augen undlächelte.

Er war ein WAHRER Mensch!  

Ich vermisse Dich, Klaus!

 

Man Parrish

 

 

Music by Man Parrish

 


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